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Dell XPS 13 (9315) vs. XPS 13 (9360) im Test

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Das Dell XPS 13 gehört zu den bekanntesten Ultrabooks am Markt und begleitet seit Jahren die Redaktion auf Messen und anderen Terminen. Ein sechs Jahre altes 9360 erhält jetzt ein Upgrade durch das jüngste 9315. Doch ist das neue Modell automatisch in allen Bereichen besser? Ein Vergleich zweier äußerst unterschiedlicher XPS 13.

2016 kam rund um die IFA im September das XPS 13 (9360) auf Basis von damals noch Kaby Lake-U auf den Markt. Seinen Weg in die Redaktionsräume fand das Notebook im Januar 2017 kurz nach der CES, um fortan Messen, Events und andere Termine zu begleiten. Das 9360 war im Grunde genommen ein 9350 von 2015 und das wiederum ein 9343 von 2014, nur eben mit neuen Intel-Prozessoren und einem größeren Akku.

Die Wahl fiel damals aufgrund des überzeugenden Gesamtpakets auf das XPS 13. Das Notebook war nicht nur kompakt und leicht, sondern bot viele Anschlüsse, einen hochwertigen Bildschirm und einen großen Akku. Wo sonst gab es ein 13,3-Zoll-Display im Gehäuse früherer 12-Zoll-Modelle, dazu Thunderbolt, USB-A, 3,5-mm-Klinke, einen Kartenleser und einen 60-Wh-Akku? Selbst mit einer LED-Anzeige für die Akkukapazität war das Gerät ausgestattet. Die aus Sicht des Redakteurs hervorragende Tastatur machte das Notebook zur allseits bereiten digitalen Schreibmaschine, wenn mal wieder die heißesten Meldungen über den Ticker liefen. Für die Konfiguration mit Core i5-7200U, 8 GB LPDDR3-1866 und 256-GB-SSD wurden damals im Rahmen einer Aktion 1.150 Euro aufgerufen.

Was sich seit 2016 verändert hat

Seitdem hat sich viel am XPS 13 verändert, mal zum Besseren, mal zum Schlechteren – je nachdem, welche Anforderungen man an ein Notebook stellt und wie die Prioritäten gesetzt sind. 2017 gab es das XPS 13 noch einmal mit Kaby Lake Refresh, doch die größte Veränderung kam im Januar 2018 zur CES, als das 9370 ohne USB-A und ohne vollwertigen Kartenleser vorgestellt wurde und kurze Zeit später das alte Modell mit mehr Anschlüssen nicht mehr verfügbar war. Wie sich später zeigte, gab es mit Thunderbolt, USB-C und microSD-Kartenleser aber noch vergleichsweise viele Ports. 2019 zog die Webcam mit dem 9380 oben in den Deckel und 2020 beim 9300 das 16:10-Format ein. Für das noch im selben Jahr vorgestellte 9310 war Tiger Lake die große Neuerung, bevor im Frühjahr 2021 für diese Variante erstmals ein OLED-Display angeboten wurde.

Der zweite große Umbruch

Die CES 2022 im Januar dieses Jahres war dann Schaubühne für das 9320, dem zweiten großen Umbruch nach dem 9370, das aber nicht mehr XPS 13, sondern XPS 13 Plus (Test) hieß. Damit einher gingen vollständig neue Merkmale wie kapazitive Funktionstasten (angelehnt an die gescheiterte Touch Bar von Apple), eine spaltfreie Tastatur, ein Touchpad ohne sichtbare Begrenzung und Alder Lake-P anstelle der sparsameren U-Prozessoren, die bislang stets im XPS 13 zu finden waren. Die sollte es erst wieder im 9315 geben, dem richtigen Nachfolger des 9310, der neben Alder Lake auf normale Eingabegeräte setzt.

Das XPS 13 (9315) im Überblick

Neuer Alltagsbegleiter des Redakteurs ist fortan das 9315 mit Core i5-1230U, 16 GB LPDDR5-5200, 512-GB-SSD und Full-HD-Display (1.920 × 1.200) ohne Touchfunktionalität. Bei Dell direkt kostet diese Konfiguration aktuell 1.399 Euro, erworben wurde das Notebook aber im Rahmen einer Aktion zum Black Friday für 1.050 Euro in der Farbe „Umber“, wobei „Sky“ bereits ab 999 Euro verfügbar war, aber mit deutlich längerer Lieferzeit erst im neuen Jahr. Die nachfolgende Tabelle zeigt die drei aktuell verfügbaren XPS-13-Modelle.

Technische Daten der drei XPS-13-Modelle

Das dünnste und leichteste XPS 13 aller Zeiten

Das aktuelle XPS 13 mit der Modellnummer 9315 ist das dünnste und leichteste XPS 13 aller Zeiten. Der Hersteller gibt das Notebook mit ab 1,17 kg an, für das Testgerät wurden exakt 1.164 g auf der Küchenwaage gemessen. In der Bauhöhe kommt der Laptop auf nur noch 13,99 mm, für Breite und Tiefe werden 295,4 × 199,4 mm genannt. Im Vergleich dazu wiegt das rund sechs Jahre alte XPS 13 (9360) genau 1.242 g und misst 304 × 201 × 15 mm. Die Unterschiede fallen auf dem Papier klein aus, machen sich in der Praxis aber durchaus bemerkbar. Für den „rasenden Reporter“, der auf Messen von einem Termin zum anderen hetzt, ist jedes Gramm weniger im Rucksack ein Komfortgewinn und jeder Millimeter weniger schafft Platz für andere Dinge oder schlichtweg weniger Druck im Gepäck.

Aluminium löst Kohlefaserverbundwerkstoff ab

Das Gehäuse des XPS 13 wird mittlerweile vollständig aus Aluminium gefertigt und überzeugt mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung. Zugriff auf die Hardware ermöglichen weiterhin kleine Torx-T4-Schrauben an der Unterseite, um die SSD oder den Akku zu wechseln. Diese Möglichkeit bestand auch schon beim 9360, dessen Chassis noch einen Kohlefaserverbundwerkstoff für Bereiche wie die Handballenauflage und das Leichtmetall stattdessen nur für den Deckel und die Unterseite nutzte. Für eine sehr gute Verarbeitung war das XPS 13 auch damals schon bekannt, die neue Variante wirkt aber noch mehr wie aus einem Guss gefertigt. Nach sechs Jahren der Nutzung hat sich beim alten Modell ein Knarzen hinten rechts im Bereich des Scharniers etabliert, das Gerät hat aber über viele Jahre ohne Qualitätseinbußen seinen Dienst verrichtet, sodass die Langlebigkeit mit Ausnahme des Akkus höchste Noten verdient.

Das XPS 13 (9315) misst nur noch 13,99 mm
Das XPS 13 (9315) misst nur noch 13,99 mm
Das XPS 13 (9315) in der Farbe „Umber“
Das XPS 13 (9315) in der Farbe „Umber“
Das XPS 13 (9315) in der Farbe „Umber“
Das XPS 13 (9315) in der Farbe „Umber“
Das 9360 kam noch mit Kohlefaserverbundwerkstoff
Das 9360 kam noch mit Kohlefaserverbundwerkstoff

Viel weniger Anschlüsse als früher

Die neueste Ausführung des XPS 13 erkauft sich das dünnste und leichteste Chassis aller Zeiten über einen deutlichen Verlust der Anschlussvielfalt. Ganz überraschend kommt der fortgesetzte Minimalismus nicht, nachdem 9370 und 9300 entsprechend vorgelegt hatten. Das 9315 bietet jetzt nicht mal mehr einen Kopfhöreranschluss oder einen microSD-Kartenleser. Schaut man sich im Vergleich dazu das alte 9360 an, gab es dort noch 1 × Thunderbolt 3 (USB-C), 2 × USB-A, 1 × 3,5-mm-Klinke, einen vollwertigen SD-Kartenleser und einen dedizierten Netzteilanschluss. Das 9315 stellt nur noch 2 × Thunderbolt 4 verteilt auf jeweils einen Port pro Seite zur Auswahl.

USB-A und Klinke weichen Thunderbolt 4
USB-A und Klinke weichen Thunderbolt 4
USB-A und SD gibt es beim 9315 (o.) nicht mehr
USB-A und SD gibt es beim 9315 (o.) nicht mehr

Die Nachteile kommen stationär zum Vorschein

Unterwegs spielen die reduzierten Anschlüsse nur eine untergeordnete Rolle, weil dort ohne externe Maus oder Monitore gearbeitet wird und die gelegentliche Interaktion mit älteren USB-Sticks über einen USB-A-Adapter abgewickelt werden kann. Zuhause oder im Büro sieht die Situation etwas anders aus, weil eine dort genutzte Logitech G502 X (Test) noch USB-A nutzt, ein Monitor per USB-C und im Regelfall zusätzlich noch das Netzteil angeschlossen wird. Für die Maus fällt direkt ein Anschluss weg, für den Monitor oder das Netzteil der andere, sodass effektiv ein Port fehlt. Letztlich muss für das stationäre Arbeiten im konkreten Szenario ein Thunderbolt-Dock angeschafft werden, weil die aktuell genutzten Displays nicht das Laden über dasselbe Kabel unterstützen. Der SD-Kartenleser spielt dieser Tage primär noch im Büro eine Rolle, unterwegs haben Smartphones den Job der großen DSLR mit ihren Speicherkarten übernommen.

Maximaler Minimalismus schadet dem Nutzer

Nichtsdestoweniger darf man sich – obgleich der mentalen Geißelung, mit der neuen Anschaffung schon alles richtig gemacht zu haben, die bei neuen Hardware-Anschaffungen regelmäßig ein Cocktail aus Freude und anfänglichen Zweifeln begleitet – nicht schönreden, dass die reduzierten Anschlüsse durchaus ein herber Einschnitt sind. Dabei muss sich Dell die Frage gefallen lassen, ob es das wirklich wert war, für ein paar Gramm und Millimeter weniger über die letzten Jahre beinahe alle Ports des Notebooks zu streichen. Dass maximaler Minimalismus seine Grenzen letztlich beim meckernden Anwender findet, hat zuletzt sogar Apple verstanden, deren aktuelle MacBook Pro wieder mehr Schnittstellen für Kreativschaffende bieten. Entgegenhalten kann man hingegen, dass das XPS 13 eher in der Liga eines MacBook Air spielt, das aber immerhin noch MagSafe zum Laden nutzt und damit keinen der zwei Thunderbolt-Anschlüsse verliert und obendrein noch 3,5-mm-Klinke bietet. Genau genommen entspricht das aktuelle XPS 13 mittlerweile eher dem früheren MacBook 12″.

Der Bildschirm wächst ins 16:10-Format

Dells Schlankheitswahn hat glücklicherweise keinen Einfluss auf den Bildschirm oder die Eingabegeräte. Bezogen auf das Display ist sogar das Gegenteil der Fall, denn seit dem 2020 vorgestellten Modell 9300 bietet das Notebook einen Bildschirm im höheren 16:10- statt 16:9-Format und kommt damit auf 13,4 statt 13,3 Zoll und eine Auflösung von 1.920 × 1.200 Pixeln statt 1.920 × 1.080 Pixeln. 120 Bildpunkte mehr in der Höhe klingen zunächst nach wenig, der Zugewinn macht sich aber vor allem im Office-Umfeld positiv bemerkbar, wo jede Zeile zusätzlicher Text gern gesehen ist.

Mattes Display bleibt frei von störenden Reflexionen
Mattes Display bleibt frei von störenden Reflexionen
XPS 13 (9315) verliert das „Kinn“ unter dem Bildschirm
XPS 13 (9315) verliert das „Kinn“ unter dem Bildschirm

Mattes Panel wird weiterhin angeboten

Erfreulich gestaltet sich auch die Auswahl der Bildschirme, denn neben zwei Touchdisplays mit Full HD oder Ultra HD bietet Dell weiterhin einen matten (!) Full-HD-Bildschirm ohne Touch an, der ganz bewusst für das neue Arbeitsgerät gewählt wurde. Touch und 4K braucht es aus Sicht des Redakteurs nicht auf 13,4 Zoll. Außerdem sorgt die vierfache Pixelanzahl für einen merklich höheren Verbrauch, der unterwegs stets zu vermeiden ist. Zudem sind die beiden Touchdisplays nur mit einer glänzenden Glasabdeckung zu bekommen, die zwar für etwas mehr Brillanz sorgt, aber mit störenden Reflexionen einhergeht.

Display überzeugt mit hoher Helligkeit

Der Hersteller bewirbt alle drei verfügbaren Bildschirme mit einer Helligkeit von 500 cd/m², die das Testgerät mit einem Mittelwert von 495 cd/m² aus neun Messfeldern fast mit einer Punktlandung erreicht. Die Homogenität fällt mit 98 Prozent exzellent aus, nur kleine Abweichungen von 508 cd/m² in der Spitze und minimal 475 cd/m² ganz oben links konnten ermittelt werden, obwohl kein besonderes Backlight mit mehreren Zonen zum Einsatz kommt. Über den Schwarzwert von 0,263 cd/m² erzielt der Kontrast gute 1.882:1.

Aber auch das 9360 wurde noch einmal gemessen und lieferte nach wie vor gute Ergebnisse für ein derart altes Notebook. Durchschnittlich 430 cd/m², eine gleichmäßige Ausleuchtung von 94 Prozent und ein sehr hoher Kontrast von 2.363:1 waren vor sechs Jahren eine Ansage, die selbst heutzutage noch manches Premium-Notebook verfehlt.

Moderne Webcam vs. Kartoffel-Kamera

Wie Dell das XPS 13 über die letzten Jahre immer kleiner bekommen hat, zeigt auch die Einfassung des Bildschirms, die rundherum nur noch wenige Millimeter beansprucht, nachdem das 9360 unten ein riesiges „Kinn“ aufwies. Gemessen an anderen Notebooks aus 2016 hatte das alte XPS 13 bereits erstaunlich schmale Ränder, die allerdings dazu geführt haben, dass für die Webcam nur noch unten links in Nähe des Scharniers Platz war. Das neue 9315 bringt die Kamera trotz des schmalen Rahmens oben im Chassis unter und sorgt damit für einen normalen Blickwinkel in Skype- und Zoom-Calls. Darüber hinaus handelt es sich um eine Windows-Hello-Kamera, die auch für die biometrische Anmeldung genutzt werden kann.

9315 gegen 9360 und iPhone 14 Pro Max im Webcam-Vergleich

Nur auf dem Papier stehen sich beim alten 9360 und neuen 9315 zwei 720p-Webcams gegenüber, die Qualitätsunterschiede sind aber dramatisch. Das aktuelle Modell erreicht eine signifikant höhere Bild- und vor allem Tonqualität, vom normalen Blickwinkel mal ganz abgesehen. Das nachfolgende Video zeigt einen Vergleich zwischen dem 9315 von 2022, dem 9360 von 2016 und zuletzt auch der Selfie-Kamera des iPhone 14 Pro Max.

Die Auflösung von nur 1.280 × 720 Pixeln statt Full HD ist zwar weiterhin ein Kritikpunkt und auch das Bild rauscht trotz guter Ausleuchtung im Fotostudio zu viel, im Großen und Ganzen ist das XPS 13 aber gut für Videotelefonate geeignet und zeichnet sich insbesondere durch eine gute Mikrofonqualität aus.

Die normale Tastatur ist die bessere

Im Vergleich zum zuletzt getesteten XPS 13 Plus (9320) kommt das 9315 mit einer klassischen Tastatur, also ohne „Zero-lattice“-Aufbau, der die Tasten spaltfrei nebeneinander anordnet. Dadurch fallen die Tasten zwar minimal kleiner aus, wobei sie nicht kleiner als bei anderen normalen Tastaturen sind, lassen sich dadurch jedoch etwas besser treffen, weil man im Randbereich nicht mehr die benachbarte Taste berühren kann. Beim XPS 13 Plus fällt die „Zielscheibe“ zwar größer aus, doch die neue Anordnung verlangt dem Nutzer zunächst eine Umgewöhnung ab, die beim XPS 13 nicht notwendig ist.

Die Eingabegerät sind ein großer Pluspunkt des 9315
Die Eingabegerät sind ein großer Pluspunkt des 9315
Fingerabdrucksensor oben rechts auf der Tastatur
Fingerabdrucksensor oben rechts auf der Tastatur

Auch die Tastatur zeigt mit ihren bis zum Rand des Chassis gezogenen Tasten, wie Dell das Notebook weitere Millimeter verkleinern konnte. Dabei gibt es keinerlei Einbußen hinsichtlich des Layouts. Im Vergleich zum 9360 sind einige Tasten wie Enter, Shift und Steuerung oder die Feststelltaste sogar größer geworden. Außerdem findet oben rechts eine Power-Taste mit integriertem Fingerabdrucksensor Platz, der alternativ zur Kamera für die biometrische Anmeldung genutzt werden kann und im Test ebenso zuverlässig wie sie funktionierte. Was Hub, Lautstärke und allgemein das subjektive Tippgefühl betrifft, sind 9360 und 9315 annähernd gleichauf, der neue Vertreter hat aber einen etwas härteren und lauteren Anschlag. Die Tastatur bietet eine Hintergrundbeleuchtung mit zwei Helligkeitsstufen, die beim gewählten „Umber“ für einen guten Kontrast sorgt.

Neues Touchpad fällt etwas größer aus

Das neue Touchpad gewinnt leicht an Fläche, doch 11,2 × 6,3 cm statt 10,5 × 6 cm stellen keine signifikante Verbesserung dar. Das XPS 13 Plus kommt mit seiner rahmenlosen Integration auf 11,5 × 7,5 cm und bietet damit minimal mehr Fläche. Es handelt sich im 9315 weiterhin um ein eher klassisches Touchpad, das sehr gute Gleiteigenschaften und ein solides Klicken aufweist, aber kein haptisches Feedback wiedergibt oder überall geklickt werden kann, wie es etwa bei Apple der Fall ist. Die oberen 20 bis 25 Prozent der Fläche nehmen nur Touchbefehle, jedoch keine Klicks entgegen, weil dort die Aufhängung des Touchpads verbaut ist.

Das neue Touchpad (l.) fällt etwas größer aus
Das neue Touchpad (l.) fällt etwas größer aus

Intel Alder Lake-U mit zehn Kernen

Unter der Haube werkelt beim XPS 13 (9315) ein Intel Alder Lake-U, nachdem im XPS 13 Plus (9320) ein Alder Lake-P steckte und das XPS 13 (9360) noch auf Kaby Lake-U setzte. An der CPU-Klasse gemessen, ist somit eher das 9315 der wahre Nachfolger des 9310 und 9300 und somit auch des 9360, denn nur mit dem 9320 gab es mit den P-Modellen aus Intels Portfolio erstmals eine höhere Leistungsklasse. Im Testgerät kommt der Core i5-1230U zum Einsatz, der zwei P-Kerne mit Hyper-Threading und somit vier Threads sowie acht E-Kerne ohne Hyper-Threading zur Verfügung stellt, sodass in Summe zwölf Threads verarbeitet werden können. Die von der Redaktion gewählte Konfiguration bietet darüber hinaus 16 GB LPDDR5-5200 und eine 512 GB große PCIe-4.0-x4-SSD.

Core i5-1230U arbeitet mit vier Leistungsprofilen

Auch für das neue XPS 13 (9315) gilt, dass die Leistung in Abhängigkeit zum gewählten Leistungsprofil steht, das sich über die My-Dell-App einstellen lässt. Die Profile laufen unter den Namen „Kühlen“, „Optimiert“, „Ruhig“ und „Ultra-Leistung“ und verändern jeweils die Einstellungen für PL1 (dauerhafte Leistungsaufnahme) und PL2 (maximal erlaubte Leistungsaufnahme) und für die Kühlung respektive die Lüfter. Das Profil „Kühlen“ hält das Notebook möglichst kühl, ist damit lauter und reduziert die Leistung, denn nur die Temperatur steht im Fokus. „Optimiert“ soll einen ausgewogenen Mittelweg finden und ist der Standard, während „Ruhig“ sowohl die Kühlung und davon abgeleitet die Leistung reduziert. Bei diesem Profil steht nur die Lautstärke im Fokus, was zwangsweise die Leistung drosselt. Mit „Ultra-Leistung“ dürfen die Lüfter voll aufdrehen, die Lautstärke steigt stark an und die Leistung fällt am höchsten aus. Folgende PL1- und PL2-Werte wurden für das XPS 13 ermittelt.

Dell XPS 13 (9315) im Benchmark

Weil Dell standardmäßig das Profil „Optimiert“ nutzt, das kurzzeitig 29 Watt und langfristig 15 Watt erlaubt, wurde es für alle Benchmarks verwendet. Einzelne Benchmarks wurden auch im Profil „Ultra-Leistung“ durchgeführt, um die maximale Leistung des Notebooks aufzuzeigen. Da das Standardprofil bei 15 Watt gedeckelt ist, fallen die Benchmarks entsprechend ernüchternd respektive mittelmäßig, aber im erwarteten Rahmen raus. Ein U-Prozessor mit nur zwei P-Kernen kann bei entsprechendem PL1-Limit eben einfach nicht mehr leisten.

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In der Summe aller Benchmarks liefert das XPS 13 (9315) im Profil „Optimiert“ eine 71 Prozent höhere Single-Core-Leistung als das XPS 13 (9360), das wiederum ganz bewusst im damaligen Ultra-Leistung-Profil getestet wurde, um überhaupt noch annähernd vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Das 9315 kommt damit auf 6 Prozent mehr Single-Core-Leistung als das jüngst getestete Microsoft Surface Laptop 5 mit Core i7-1255U.

Im Multi-Core-Vergleich liefert der neue Vertreter 105 Prozent mehr Leistung als das alte 9360 und noch 78 Prozent der Performance eines Surface Laptop 5 mit Core i7-1255U. Die iGPU-Leistung ist über die letzten Jahre ebenfalls drastisch gestiegen, sodass jetzt mit der Iris Xe Graphics 214 Prozent mehr Leistung als mit der alten HD Graphics 620 geboten werden. Die Iris Xe Graphics mit 96 statt 80 EUs kommt im Surface Laptop 5 aber noch einmal auf 37 Prozent mehr Performance.

Das Ultra-Leistung-Profil im Vergleich

Dass sich bei Bedarf deutlich mehr CPU-Leistung abrufen lässt, zeigt das Ultra-Leistung-Profil, das testweise in Adobe Premiere Pro, im Cinebench R23, im Geekbench und in HandBrake (nur H.265) genutzt wurde, um die Veränderung von 15 Watt PL1 auf 25 Watt PL1 aufzuzeigen. Der Prozessor darf sich damit dauerhaft 10 Watt oder 67 Prozent mehr gönnen, was sich deutlich vor allem in den Multi-Core-Benchmarks bemerkbar macht.

In Adobe Premiere Pro lässt sich die Leistung mal eben verdoppeln respektive die Renderingzeit nur mittels CPU halbieren. Die GPU profitiert wenig von der höheren Leistungsaufnahme, schneidet aber noch 18 Prozent besser ab. Im Cinebench R23 gibt es 45 Prozent mehr Single-Core- und 31 Prozent mehr Multi-Core-Performance als mit dem Standardprofil. Der Geekbench attestiert der CPU in diesem Modus eine 10 Prozent höhere Single-Core- und eine exakt 50 Prozent höhere Multi-Core-Leistung. Einen signifikanten Zugewinn verzeichnet auch HandBrake, wo das Rendering auf der CPU 39 Prozent kürzer abläuft. Wird die GPU genutzt, ändert sich nichts an der Leistung, da beide Profile die Datei in etwa 95 Sekunden rendern.

Takt und Package-Power im Vergleich

Die Diagramme zu Takt und Package-Power zeigen, was sich durch die Auswahl eines anderen Profils am CPU-Verhalten ändert. Die von Intel angegebenen bis zu 4,4 GHz sind dem Ultra-Leistung-Profil vorbehalten, das diesen Wert immer wieder im Cinebench R23 Single-Core erreicht. Im Standardprofil sind es in der Spitze einmal kurz 4,3 GHz zum Start, anschließend aber höchstens 3,9 GHz oder im Mittelwert 2,6 GHz. Im Standardprofil, dessen PL2 kurzzeitig 29 Watt bei Multi-Core-Last erlaubt, kommt das Notebook im Single-Core-Test auf 21,4 Watt und langfristig 15 Watt bis häufig auch nur 8 Watt im Cinebench R23 Single-Core.

Der Multi-Core-Test des Cinebench R23 zeigt bis zu 4,1 GHz im Standardprofil „Optimiert“, das sind allerdings nur Spitzen abseits der normalerweise üblichen 2,2 GHz. Auch das Ultra-Leistung-Profil kommt im Multi-Core-Benchmark nur noch auf 4,1 statt 4,4 GHz, hält im Allgemeinen aber höhere Taktraten bereit, die bei dauerhafter Belastung jedoch im Laufe der Zeit abnehmen. Die Multi-Core-Taktrate nimmt sukzessive ab und landet nach knapp 5 Minuten Dauerlast ebenfalls bei 2,2 GHz. Davor werden über längere Phasen allerdings Taktraten von knapp 3 GHz gehalten, was die 31 Prozent höhere Leistung erklärt. Dass das PL2 von 29 Watt jeweils kurz erreicht wird, zeigt die Package-Power unter Multi-Core-Last, die im Optimiert-Profil später die erwarteten 15 Watt des PL1 hält, beim Ultra-Leistung-Profil aber nicht dauerhaft die in HWiNFO ermittelten 25 Watt PL1 schafft. Damit zeigt sich, dass das von Dell hinterlegte Ultra-Leistung-Profil letztlich an der Kühlung scheitert, denn unter die 25-Watt-Marke fällt das Gerät nach etwa einer Minute Last. Nach 5 Minuten Dauerlast sind deshalb nicht nur die Taktraten identisch zum Standardprofil, sondern auch die Package-Power mit dann 15 Watt.

Dell stiftet Verwirrung bei der SSD

Bei der SSD vertraut Dell zumindest im Testgerät auf ein 512-GB-Modell, das laut erstem Datenblatt, das der Hersteller zur Vorstellung im Frühjahr an die Presse verteilt hatte, mittels PCIe 4.0 x4 angebunden sein soll, was auch für die 1-TB-Variante gelten soll, während die 256-GB-SSD laut diesem Datenblatt nur mit PCIe 3.0 x4 angegeben wurde. Schaut man hingegen aktuell in den deutschen Konfigurator, werden dort alle SSDs fälschlicherweise mit „NVMe-x2-Solid-State-Laufwerk“ beschrieben.

HWiNFO meldet die SSD als „Phison ESE2A044-512“, was in Google allerdings keine passenden Ergebnisse liefert und auch bei Phison selbst nicht zu finden ist. Die SSD kommt im CrystalDiskMark beim sequenziellen Lesen und Schreiben auf bis zu 3,43 GB/s und 2,24 GB/s, was an Dells Angabe von „NVMe-x2-Solid-State-Laufwerk“ zweifeln lässt. Unter den aktuellen PCIe-Lösungen von Phison könnte es sich um eine Variante mit PCIe 3.0 x4 oder PCIe 4.0 x4 handeln, abschließend klären ließ sich das nicht.

Alter Akku war Auslöser für Neuanschaffung

Ausschlaggebend für die Neuanschaffung des Notebooks war primär der „verbrauchte“ Akku des alten XPS 13. Nach sechs Jahren Nutzung meldet Dells Power-Manager-App zwar nach wie vor einen angeblich „guten“ Akkuzustand, das stimmt allerdings in keinster Weise mit den Erfahrungen in der Praxis überein. Erst vor kurzem hat sich das vermeintlich vollständig geladene Notebook ohne Stromzufuhr bereits nach wenigen Minuten selbst abgeschaltet. Erste Anzeichen dafür hatte es vor gut einem Jahr gegeben, als das Gerät bei noch 30 bis 40 Prozent Restkapazität plötzlich abschaltete.

Das alte XPS 13 (9360) mit defektem Akku von innen
Das alte XPS 13 (9360) mit defektem Akku von innen

Das XPS 13 ist mittlerweile nur noch als stationärer Computer zu gebrauchen. Unter der Modellnummer PW23Y findet man zwar auch neue Akkus für das XPS 13, doch letztlich ist die Kaby-Lake-Plattform natürlich nicht mehr zeitgemäß, sodass ein neuer Laptop angeschafft werden musste.

Akku schrumpft von 60 auf 51 Wh

Im 9360 kam der Akku noch auf 60 Wh, im aktuellen 9315 sind es nur noch 51 Wh, sodass die neue Leichtigkeit auch über Anpassungen in diesem Bereich erkauft wird. Bereits beim 9370 hatte Dell den Akku auf 52 Wh angepasst, beim 9380 und 9300 war er gleich groß. 55 Wh gibt es hingegen im XPS 13 Plus, nur 49,5 Wh hingegen im aktuellen XPS 13 2-in-1.

Akkulaufzeiten von über 13 Stunden für Office

Mit dem neuen XPS 13 (9315) ließ sich im PCMark 10 Modern-Office-Benchmark, der Word, Browser und Videotelefonie durchführt, eine Laufzeit von 13:32 Stunden erreichen. Das sind immerhin drei Stunden mehr als noch beim 9300 (Test). Das YouTube-Streaming im Edge-Browser fällt mit knapp über 10 Stunden aber gut eine Stunde schlechter als vor zweieinhalb Jahren beim alten Modell aus.

Wie sich das Notebook auf Messen und anderen Außenterminen schlägt, wird sich erst noch zeigen müssen. Die erste Zerreißprobe steht in wenigen Wochen auf dem Weg zur bzw. während der CES in Las Vegas an, wo Steckdosen im Flieger und in den Hallen aktiv gemieden werden, um die Laufzeiten im Alltag besser bewerten zu können.

Neues Netzteil ist kleiner und leichter

Am Netzteil hat sich in sechs Jahren ebenso etwas verändert: Größe, Gewicht und Anschluss. Nach wie vor legt Dell dem Notebook ein 45-Watt-Netzteil bei, das jetzt aber nur noch 142 statt 160 g wiegt, 6,0 × 2,2 cm statt 8,7 × 2,2 cm misst und USB-C anstelle des proprietären Hohlsteckers nutzt. Einen zusätzlichen USB-Anschluss, um weitere Geräte zu laden, wie er zuletzt am Netzteil des Surface Laptop 5 zu finden war, gibt es nicht. Außerdem liefert Dell das Notebook unabhängig von der gewählten Farbe mit einem Netzteil in Schwarzblau aus, das eher zur Farbe „Sky“ statt zu „Umber“ passt.

Fazit

Gehörte das alte XPS 13 mit der Modellnummer 9360 bereits zu den kompaktesten und leichtesten Notebooks am Markt, tritt das neue 9315 nur noch als Halbfliegengewicht an, da es noch kleiner und leichter geworden ist. Für die Mobilität, aber das zugleich steife und sehr hochwertig verarbeitete Gehäuse sammelt Dell mehrere Pluspunkte. Kaum ein anderes Notebook ist im Rucksack ein derart unauffälliger Begleiter wie das neue XPS 13. Das neue Chassis vollständig aus Aluminium ist dem Hersteller bestens gelungen.

Ein XPS 13 stand bislang für den stets gelungenen Spagat aus Mobilität und Produktivität. Jetzt steht allerdings nur noch die Mobilität im Fokus, denn mit zweimal Thunderbolt 4 erhält man pro Anschluss zwar viel Flexibilität, aber eben nur noch zwei Buchsen, die USB-A, 3,5-mm-Klinke und den SD-Kartenleser vermissen lassen. Manch älteren Port muss man in 2022 jedoch nicht mehr unbedingt haben, etwa die Klinke, die beim 9360 noch kein einziges Mal genutzt wurde. Beim 9315 ist es auch nicht die Anschlussart (Thunderbolt), die kritisiert wird, sondern vielmehr deren Anzahl (zwei), die im stationären Alltag Stand jetzt nicht ausreicht. Ein Thunderbolt-Dock wird es deshalb zwangsweise auf den Tisch des Redakteurs schaffen, denn beim Laden bleibt aktuell nur ein Port frei.

XPS 13 (9315) (l.) und XPS 13 (9360) (r.) im Vergleich
XPS 13 (9315) (l.) und XPS 13 (9360) (r.) im Vergleich

Nichts zu meckern gibt es dann aber wieder in Bereichen wie dem Display. Das neue 13,4-Zoll-Panel liefert mit seinem 16:10-Format mehr Platz zum Arbeiten und sieht dank matter Oberfläche und hoher Helligkeit schlichtweg sehr gut aus. Es ist 2022 nicht selbstverständlich, dass ein Hersteller noch ein Non-Touch-Display mit regulärer Full-HD-Auflösung im Sortiment behält und mit Anti-Glare-Beschichtung anbietet. Die 4K-Option mit Touch ist ein Stromfresser, die bei diesem Modell niemand bestellen sollte.

Die Eingabegeräte sind Dell ebenso gut gelungen und bereiten jetzt schon Vorfreude auf die nächsten längeren Texte, die im Eifer des Gefechts schnell und akkurat getippt werden wollen. Auch für den Fingerabdrucksensor oben rechts auf dem Keyboard gibt es einen Daumen nach oben, Gleiches gilt für die Windows-Hello-Kamera und die guten Mikrofone.

Die Leistung fällt erwartungsgemäß mittelmäßig aus, was für einen Intel Core i5 aus der U-Klasse aber nicht überraschend kommt und bereits vor dem Kauf absehbar war und bewusst hingenommen wurde, da für die Anforderungen im Alltag schlichtweg nicht mehr Leistung benötigt wird. Mit dem Ultra-Leistung-Profil kann man je nach Anforderung aber rund 50 Prozent mehr Multi-Core-Leistung aus dem Gerät kitzeln, wenngleich irgendwann die Kühlung nicht mehr mit der Wärmeentwicklung hinterherkommt.

Für den Akku fällt ein abschließendes Fazit nicht gerade einfach aus, da noch nicht genügend Praxiserfahrung unterwegs gesammelt werden konnte. Das 9315 scheint eine lange Office-Laufzeit zu besitzen, was im Alltag wichtiger als die Laufzeiten beim Streaming ist. Trotzdem ist auch der Akku ein Punkt, der beim 9360 mit 60 Wh besser als beim 9315 mit 51 Wh aufgestellt war. Das leidige Thema „Mobilität vs. Produktivität“ kommt aufgrund Dells teils merkwürdiger Entscheidungen hier erneut zum Vorschein.

In Summe ist das 9315 aus Sicht der Redaktion das bessere XPS 13 als das 9320 alias XPS 13 Plus (Test). Ob es auch ein besseres XPS 13 als das alte 9360 ist, muss aber mit „es kommt darauf an“ beantwortet werden, trifft aus Sicht des Redakteurs letztlich allerdings doch zu. Das 9315 ist abgesehen von den stark reduzierten Anschlüssen in jedem Punkt ein besseres Notebook als das 9360. Der Kauf dürfte die richtige Entscheidung gewesen sein, jedoch hat die Kaufentscheidung maßgeblich ein Black-Friday-Angebot für 1.050 Euro anstelle der üblichen 1.400 Euro beeinflusst.

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  • Display

    +

  • Leistung Produktiv

    O

  • Leistung Unterhaltung

    O

  • Laufzeit

    +

  • Verarbeitung

    ++

  • Extrem leicht und kompakt
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Helles, mattes Display in 16:10
  • Sehr gute Eingabegeräte
  • Gute Office-Akkulaufzeiten
  • Gute Webcam und Mikrofone
  • Moderne Konnektivität (TB4, Wi-Fi 6E)
  • Gute Office-Leistung
  • Leiser Betrieb im Standardprofil
  • Sehr wenige Anschlüsse (2 × TB4)
  • Akku über die Jahre kleiner geworden
  • Ultra-Profil scheitert an Kühlung

ComputerBase hat das Dell XPS 13 (9315) und das Dell XPS 13 (9360) selbst erworben. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt.

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We end one more Sunday with a new summary of the best content that we have published in MuyPymes, a classic where you will find the most important news of the week and you can catch up with just a few clicks. As always, we wish you a good Monday.

  • Where can I use the newborn, euro digital?
  • The State plans to increase spending on technology by 12% this year.
  • Online sales will increase in Spain by 20%.
  • Seven out of 10 ICT companies will increase their workforce in Spain.
  • These are the growth prospects for the label market in 2023.
  • Sony updates its camera catalog with the new 4K PTZ.
  • Apple will release a new iPad Mini later this year.
  • Epson expands its catalog of projectors with new 3LCD 4KE models.
  • Apple is working on a flexible iPad, and it could arrive next year.
  • Flexible remuneration, that great unknown.
  • These are the trends that will mark 2023 in the organization of events.
  • Titbit raises 150,000 euros in its second investment round.
  • Getac introduces the S410 laptop and F110 tablet, two ruggedized and powerful 5G-enabled computers.
  • Epson presents its new EB series video projectors.
  • How to choose hosting and domain for my website.
  • Brother expands its catalog of two-inch ticket and label printers.
  • Samsung presents the new Galaxy Book3.
  • What can we expect about cybersecurity, in the coming months.
  • Artificial Intelligence: how will it affect jobs?
  • Microsoft is starting to show full-screen Microsoft 365 ads.
  • Do you want to help children in vulnerable situations?
  • Microsoft Teams is integrated into the Elgato Stream Deck.

The entry The best content of the week in MuyPymes is original from MuyPymes

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Hot and How?

Barcelona offers 200,000 euros to the project that reduces the accident rate of motorcycles

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Barcelona City Council has launched a challenge for companies, startups, universities and innovation centers to present urban solutions that have as objective reduce motorcycle-related accidents. The chosen projects, which will be applied in the city, are part of the Barcelona Innova Lab Mobility initiative that promotes pilot tests to improve mobility.

Barcelona is one of the European cities with a greater presence of motorcycles and mopeds which represent 33% of the total census of vehicles, and motorcycle drivers account for 86% of the seriously injured, according to the balance of road accidents for the first half of 2022. With the aim of reducing accidents and increasing road safety in the city, these entities have launched this initiative to find and apply innovative solutions on the streets of the city, with the collaboration of the Tomorrow.Mobility show organized by Fira and the EIT Urban Mobility (European Union initiative).

The challenge, launched internationally, counts with an economic endowment of 200,000 euros, which will correspond to a maximum of 80% of the total amount of the winning solutions. The projects can be aimed at resolving the accident rate from behavioral innovation, that is, with solutions related to driving habits, and from technological innovation.

The execution time of the selected proposals is 18 months, of which the pilot phase must be a minimum of six. The proposals must be applicable in a real environment in the short term and must define, in this sense, its deployment space. In addition, it must achieve quantifiable results in relation to the safety of motorcyclists and third parties, which are lasting over time. Its innovative and differential component will also be valued both in the methodologies and resources used and in its execution.

This call is aimed at companies, startups, universities, research centers, technology centers, associations and foundations that have until next March 1 to present their projects. A committee of experts will assess the technical quality of the works presented and will choose the winning solutions that could be applied in Barcelona during that same year. The projects will have international projection with their participation in the next edition of Tomorrow.Mobility, which will be held next November together with the Smart City Expo World Congress at Fira de Barcelona.

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Hot and How?

Microsoft Teams integrates into Elgato Stream Deck

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The Elgato Stream Deck is a very interesting peripheral that we had the opportunity to analyze at the time, and that allows you to create different shortcuts and functions that will be associated to each of the available buttons. It allows you to create different usage profiles, and we can switch between them in a very simple way.

For example, we can assign to a button that directly opens a web page, to run a specific application, to perform a specific action and we can also set specific commands and download completely free applications. It is a very interesting solution, especially for professionals who are dedicated to content creation and streaming.

The point is that the Redmond giant has released an official plugin that allows you to integrate an Elgato Stream Deck device with Microsoft Teams. This plugin was announced by the American company earlier this week, but it was officially launched yesterday. The installation process is quite simple, but we can find more information in the official Microsoft forums.

Once installed, we can use the Elgato Stream Deck to access shortcuts and specific functions that will improve our user experience with Microsoft Teams. Thus, for example, we can blur the background in a video call by pressing a button, and we can also assign other specific functions such as raising and lowering our hand, muting ourselves, recording, and even to show live reactions during meetings.

This new plugin enhances the value of the Elgato Stream Deck, making it a very interesting solution for those who work remotely and have to participate in frequent video calls and events. Obviously it is still an excellent option for content creators and streaming professionals as well. I remind you that it is available in different versions, and that the standard MK.2 model with 15 buttons is priced at €149.99.

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